Vulkane in Nicaragua

Nicaragua:
7 Must-do’s im Land der Seen & Vulkane

Meine Vorfreude war riesig, als ich die Grenze von Costa Rica nach Nicaragua überquerte. Ich hatte ausschließlich Positives über Nica gehört, sodass es schon mein großer Favorit war, bevor ich überhaupt einen Schritt in das Land gesetzt hatte. Und in der Tat wurde ich nicht enttäuscht! Ich verbrachte 4 Wochen in Nica und war sehr traurig, als ich von heute auf morgen das Land verlassen musste. (Dazu folgt bald ein separater Beitrag).

Nicaragua ist besonders faszinierend für Vulkan-Fans. Es gibt 24 Vulkane, von denen die Mehrheit aktiv ist. Man kann nicht nur auf viele Vulkane hochwandern, sondern auch in den Krater schauen und brodelnde Lava sehen, und wer es noch aktiver mag: auf einem Brett den Vulkan herunterrasen.

Schaukeln auf der Insel Ometepe in Nicaragua

1. Mit Kühen trampen auf Ometepe

Im Herzen des Nicaraguasees, dem größten See Mittelamerikas, liegt die vulkanische Insel Ometepe. Die Insel ist noch sehr ursprünglich und hat eine entspannte Atmosphäre. Die beiden Vulkane Concepción (ca. 1610 m) und Maderas (1394 m) kennzeichnen die Insel und geben ihr die Form einer Acht.

Aktivitätssuchende können die Zwillingsvulkane erklimmen oder die Insel mit dem Kajak oder dem Fahrrad unsicher machen. Oder Du machst es so wie ich und versuchst dein Glück beim Trampen. Während meiner Zeit auf der Insel habe ich mich immer sehr sicher gefühlt. Deswegen war das Trampen auch kein Problem. Ich musste auch nicht lange warten und befand mich plötzlich auf einem Truck neben einer Kuh!

Auf Ometepe gibt es coole Öko-Hostels und Campingplätze. Man trifft dort eher auf Langzeitreisende, die abgelegene Reiseziele bevorzugen.

 

2. Vulkansurfen – ein einmaliges Abenteuer in Nicaragua

Hast Du schon einmal von Volcano Boarding gehört? Ich sicherlich nicht vor meinem Aufenthalt in Nicaragua. Wahrscheinlich ist es die coolste Art, um von einem Vulkan wieder herunterzukommen. Im Prinzip ist es wie Sand Boarding, nur eben auf Vulkanboden. Man kleidet sich in einem sexy Ganzkörperanzug, einem Mund-Nasenschutz und einer Schutzbrille, setzt sich auf ein Holzbrett und rast damit den Vulkan herunter. Wenn man nicht wieder hochwandern müsste, hätte ich es sofort ein zweites Mal gemacht. Die tour company Volcano Day kann ich dafür wärmstens empfehlen! Der Cerro Negro Vulkan ist tatsächlich der Einzige auf der Welt, der sich fürs Vulkansurfen eignet.

Volcano Boarding in Nicaragua Die passende Schutzkleidung für das Vulkansurfen anlegenVulkansurfen in Nicaragua

 

3. Bei einer nicaraguanischen Familie wohnen

In der wunderschönen Kolonialstadt Granada habe ich einen 5-tägigen Spanischkurs gemacht und gleichzeitig bei einer nicaraguanischen Gastfamilie gewohnt. Das was definitiv eine tolle Erfahrung! 

So hatte ich die Möglichkeit, viele liebenswerte Menschen und ihre Kultur besser kennenzulernen. (Und somit auch mal Abstand von all Meine Gastfamilie in Nicaraguaden anderen Deutschen, Holländer:innen und Kanadier:innen im Hostel gewinnen konnte ;)). „Zuhause“ haben wir u.a. zusammen gekocht und ich habe viel mit den drei Kindern gespielt. Wenn Du auf der Suche nach einem Spanischkurs bist, kann ich sehr das Casa Xalteva in Granada empfehlen. Es ist nicht nur eine Sprachschule, sondern auch eine gemeinnützige Organisation. Durch den erzielten Gewinn werden Kinder und Jugendliche aus der Umgebung unterstützt.

 

4. Die perfekte Welle surfen

Die Strände an der Pazifikküste eignen sich super zum Surfen. Vor allem wegen der ganzjährig idealen Wetterbedingungen und dem Offshore Wind. Deshalb entschied ich mich auch für einen Surfkurs in Nicaragua. Ich verbrachte eine Woche in einem Surfcamp in der Nähe von San Juan del Sur. Wir hatten ausschließlich Locals als Surflehrer, die alle Surfspots in der Umgebung wie ihre Westentasche kennen. Die Surfgruppen waren sehr klein, sodass wir teilweise eine 1:1 Betreuung hatten. Das Camp an sich war wunderschön mit offenen Holzhütten und einem Infinity Pool mit Blick auf das Meer.

Surfcamp in der Nähe von San Juan del Sur in Nicaragua  Mein Zimmer im Surfcamp in Nicaragua

 

5. Einen brodelnden Lavasee mit eigenen Augen sehen

Lavaseen sind eine absolute Seltenheit: Aktuell treten an nur 7 Orten auf der Erde diese Naturphänomene in Erscheinung. Einer davon ist der Masaya, einer der aktivsten Vulkane in Nicaragua in dessen Krater ein feuriger Lavasee brodelt.

Vulkan Masaya in Nicaragua

Ich war absolut fasziniert von diesem für mich bis dato einzigartigen Naturschauspiel. Wir kamen zum Sonnenuntergang zum Vulkan, sodass sich der Kontrast mit der glühenden Lava weiter intensivierte, als es dunkler wurde.

Zu dem Aussichtspunktfährt man direkt mit dem Fahrzeug – damit man im Falle eines Ausbruchs schnell flüchten kann. Wegen der aufsteigenden Schwefeldämpfe wird dazu geraten, sich nur eine kurze Zeit am Kraterrand aufzuhalten.

Lavasee im Masaya Vulkan in Nicaragua

 

6. Nica Libres beim Sunday Funday schlürfen

Auf dem Weg durch Mittelamerika sieht man immer mal wieder Backpacker:innen mit einem „Sunday Funday“ Tank Top. Was hat es damit auf sich? Der Sunday Funday ist eine wöchentliche Party in San Juan del Sur, bei der man ab mittags durch 4 verschiedene Hostels zieht. Und dabei natürlich den ein oder anderen Drink konsumiert. Sehr beliebt ist der „Nica Libre“ – in Anlehnung an den Long Drink Cuba Libre – und enthält Rum, Cola und Limetten. Die Nicaraguaner:innen produzieren ihren eigenen Rum. Der Flor de Caña gilt als der beliebteste Schnaps im ganzen Land.

Der Sunday Funday in San Juan del Sur in Nicaragua

Eines meiner Lieblings-Reiselieder „Nica Libres at Dusk“ von Ben Howard lässt mich heute noch ganz sehnsüchtig an eine wahnsinnig tolle Zeit in Nicaragua zurückdenken. (Tipp: Oben auf das YouTube Video klicken, Kopfhörer aufsetzen, das Lied abspielen, die Augen schließen, träumen).

 

7. Sonnenaufgänge und -untergänge über dem Meer genießen

Nicaragua hat wie die meisten Länder in Mittelamerika das Privileg, von 2 Meeren umgeben zu sein. Ich bin ein absoluter Fan von schönen Sonnenauf- und -untergängen, vor allem wenn sie über dem Meer sind. An der Pazifikküste im Westen gab es traumhafte Sonnenuntergänge, an denen ich mich kaum sattsehen konnte.

Sonnenuntergang am Strand in Nicaragua

Im Osten hat Nica eine relativ lange Karibikküste. Das beliebteste Ziel sind die beiden Karibikinseln Big Corn Island und Little Corn Island. Meine Zeit war leider zu knapp, um die recht aufwendige Reise zur Inselgruppe anzutreten.

 

Warst Du schon auf den Corn Islands? Wie waren die Sonnenauf- und -untergänge? Ich freue mich über deinen Kommentar! 🙂

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6 Antworten

  1. Das sind ja echt tolle Eindrücke! Besonders das Leben bei einer einheimischen Familie stelle ich mir spannend vor. Als wir damals von Costa Rica in die USA weitergeflogen sind, habe ich immer gesagt, ich komme mal zurück und sehe mir den Nordwesten und Nicaragua an. Mal sehen, wann das endlich was wird.

    Liebe Grüße
    Angela

  2. Hi Julia, Nicaragua hatten wir für den letzten Winter auch ins Auge gefasst und einige deiner Must do‘s standen auch auf unserer Liste. Ich war mir aber wegen der politischen Lage nicht so ganz sicher. Dein Artikel verstärkt wieder den Wunsch, die Reise unbedingt nachzuholen! Ich würde aber auch – wie meine Vorposterin – noch zu den Corn Islands rüberfliegen.
    Viele Grüße aus Hannover

  3. Tolle Zusammenstellung, liebe Julia. In dem Fall habe ich fast nichts verpasst, außer San Juan, das habe ich bewusst ausgelassen. Dafür habe ich Little Corn Island genossen. Beim Bild der Familie hatte ich ein Déjà-vu, aber Spiderman scheint bei den Nicas wohl sehr populär zu sein.
    Viele Grüße
    Carola

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