Island – die jüngste Insel in Europa

Die besondersten Inseln in Europa

Meine Top 5 Trauminseln

Europa hat traumhaft schöne Inseln, die alle unterschiedlicher nicht sein könnten. Ich bin ein großer Insel-Fan. Mir gefällt die entschleunigte Atmosphäre, die Menschen sind entspannter und das Beste: das Meer ist immer in Reichweite.

Welche 5 Inseln in Europa mich besonders in ihren Bann gezogen haben, das erfährst Du hier.

1. Island

Wasserfälle, schwarze Sandstrände, Gletscher, brodelnde Lavafelder, Geysire, heiße Naturquellen – geht es noch abwechslungsreicher? Kaum! Und deswegen steht Island auch ganz oben auf meiner Liste, der für mich besondersten Inseln in Europa. Wohlbemerkt, der jüngsten Insel in Europa.

Island, mitten im Nordatlantik zwischen Europa und Amerika, ist auf so viele Arten besonders. Und eine wahrhafte Insel der Superlative. Island ist die größte Vulkaninsel der Welt: Sie besteht größtenteils aus Vulkangestein. 12 Prozent der Landesfläche werden von Gletscher bedeckt. Der Vatnajökull ist mit rund 8100 Quadratkilometern Fläche der größte Gletscher Europas. Auf Island ist auch der wasserreichste Wasserfall Europas beheimatet: der Dettifoss.

Der Dettifoss: der wasserreichste Wasserfall Europas
Dettifoss: Der wasserreichste Wasserfall Europas

Island wird auch als das „Land aus Feuer und Eis“ bezeichnet. Für diese gegensätzliche Mischung ist die besondere Lage der Insel verantwortlich. Island liegt genau auf der Nahtstelle der eurasischen und der nordamerikanischen Erdplatte. Diese streben pro Jahr etwa 1 bis 3 cm auseinander. Dabei strömt immer wieder Magma nach oben und verändert so ständig das Gesicht der Insel. Das konnte ich beim Vulkanausbruch am Fagradalsfjall im Süden der Insel im August 2021 live miterleben, als ich keine 100 Meter vom glühenden Lavastrom entfernt stand. Ein unfassbares Abenteuer, das ich niemals vergessen werde!

Vulkanausbruch auf Island, der jüngsten Insel in Europa
Ausbruch des Fagradalsfjall-Vulkans in Island

Mehr Infos findest Du im Beitrag zu meiner 14-tägigen Rundreise durch Island mit dem Campervan

2. Teneriffa

Schon im Landeanflug auf Teneriffa kommt man ins Schwärmen, wenn das Wahrzeichen der spanischen Insel durch die Wolkendecke ragt: der Pico del Teide. Mit 3.718 Metern ist der Teide der höchste Berg Spaniens. Und der drittgrößte aller Inselvulkane weltweit. Im Winter ist der Teide teilweise schneebedeckt. Auf Teneriffa kann man also am gleichen Tag eine Schneeballschlacht machen und eine Stunde später am Strand brutzeln.

Mit Teneriffa verbinde ich eine besondere Beziehung, weswegen ich schon an die 20 Mal auf der Insel war.

Der Teide über den Wolken

Teneriffa ist die größte der Kanarischen Inseln. Diese Inseln vulkanischen Ursprungs liegen im Atlantischen Ozean – näher an der Westküste von Afrika als am spanischen Festland. Teneriffa wird auch als „Insel des ewigen Frühlings“ bezeichnet, weil es ganzjährig durchschnittlich 20 bis 23° C warm ist. Darum eignet sich Teneriffa perfekt für sämtliche Outdoor-Aktivitäten. Paragliding, Kiten, Surfen, Schnorcheln, Baden, Wandern, Reiten, Wal- und Delfinbeobachtungen sind nur einige davon.

Spätestens auf Teneriffa habe ich das Wandern für mich entdeckt. Es gibt viele tolle Routen entlang der Küste oder durch die vielfältigen Gebirgslandschaften. Die für mich spektakulärste Landschaft befindet sich im Teide-Nationalpark – dem meistbesuchten Nationalpark Europas und UNESCO-Weltnaturerbe. Die Landschaft aus Lavagestein wirkt surreal, wie auf einem anderen Planeten. Mit einer Seilbahn kann man bis auf 3.555 Meter auf den Teide hinauffahren. Von dort wird man mit einem umwerfenden Blick auf 5 der 8 Kanarischen Inseln belohnt. Für die letzten 200 Meter zum Krater des Teide braucht man eine Genehmigung.

Hoch oben auf dem Teide sieht die Landschaft aus wie auf einem anderen Planeten
Hoch oben auf dem Teide sieht die Landschaft aus wie auf einem anderen Planeten

 

3. Santorin

Schön, schöner, Santorin! Wenn mich eine Insel mit ihrer Schönheit verzaubert hat, dann ist es die griechische Insel Santorin. Selten habe ich so einen malerischen Ort gesehen wie Oía. Die weißen Häuschen mit strahlend blauen Kuppeldächern sind dir sicherlich schon zig Mal in deinem Instagram-Feed begegnet. Doch Santorin ist nicht nur Instagrammable. Die Entstehungsgeschichte und die Lage machen die Insel zu etwas ganz Besonderem.

Blick auf Santorin – die schönste Insel in Europa

Auch Santorin ist vulkanischen Ursprungs. Von der ursprünglich runden Insel namens „Strongili“ brachen nach mehreren Vulkanausbrüchen Teile der Insel weg. Das Ergebnis ist der heutige Archipel Santorin. Dazu gehören die kreisförmig angeordneten Inseln Thira (griechischer Name für die Hauptinsel Santorin), Thirasia und Aspronisi. Sie bilden den Rand der vom Meer gefluteten Caldera, in deren Mitte 2 weitere kleine Inseln liegen.

Santorin ist die größte Insel der Kykladen. Und eines der romantischsten und luxuriösesten Urlaubsziele in Griechenland. Der traumhaften Kulisse kann man aber auch schwer widerstehen. Dramatisch schmiegen sich die Dörfer Oía und Firá an den Rand des Vulkankraters, der wie ein Fels aus dem Meer ragt. Bis zu 700 Meter stürzen die dunklen, steilen Klippen zum Ägäischen Meer hinab. Der Osten der Insel fällt flach ins Meer ab – dort liegen die Strände. Von Santorin lassen sich atemberaubende Ausblicke auf die Weite der Ägäis genießen. Fast von überall auf der Insel ist das Meer zu sehen. Wunderschöne Sonnenuntergänge inklusive.

Die Caldera von Santorin

Nicht weniger beeindruckend ist die Ansicht vom Meer aus auf die wunderschöne Insel selbst. Das lässt sich am besten mit einer Bootsfahrt kombinieren. Die klassische Tour führt auf die Inseln inmitten der Caldera. Einschließlich eines Stopps am Rand des ehemaligen Kraters und dessen heißen Quellen, in denen man tatsächlich baden kann.

Im Inneren von Santorin warten Weinberge und traditionelle Dörfer abseits der Touristenströme darauf, entdeckt zu werden. Santorins vulkanischer Boden bringt außergewöhnliche Weine hervor, die Du probieren solltest.

 

4. Rügen

Dass auch Deutschland wunderschöne Ecken hat, ist mir in den letzten Jahren immer bewusster geworden. Man muss keine ewig lange Reise auf sich nehmen, um es schön zu haben. Seitdem ich denken kann, macht meine Familie Urlaub an der Ostsee. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich die Ostsee so liebe. (Und auch weil ich in Rostock meinen Bachelor gemacht habe). Deswegen darf in meiner TOP 5 eine Ostsee-Insel auch nicht fehlen.

Für mich gibt es im Ostseeraum keine vielfältigere Insel als Rügen. Naturliebhaber*innen kommen auf der größten Insel Deutschlands voll auf ihre Kosten. Rügen beherbergt ein Biosphärenreservat, 28 Naturschutzgebiete und 2 der insgesamt 16 Nationalparks in Deutschland. Am bekanntesten ist der Nationalpark Jasmund in Rügens Nordosten. Dort befindet sich die 11 Kilometer lange Kreideküste mit den berühmten Kreidefelsen.

Rügen kann mithalten bei den besondersten Inseln in Europa

Auf Rügen erwarten dich Dünen, Seen, Wälder, Alleen, Moorlandschaften und Strände so weit das Auge reicht. 56 Kilometer der Küstenlinie bestehen aus feinsandigen Ostseestränden. 7 Kilometer ist der weiteste Abstand eines Ortes auf Rügen zum Wasser. Man hat es also nie weit zum Meer oder dem Bodden. Die Insel eignet sich bestens zum Angeln, Fahrradfahren, Reiten, Baden, Surfen, Kiten und Segeln. Oder einfach nur für ein frisches Fischbrötchen in einem der kleinen Fischerdörfchen.

Sonnenuntergang auf Rügen
Sonnenuntergang über der Ostsee

In der Hochsaison kann es in den beliebten Ostseebädern und am Strand ziemlich voll werden. Wer es also noch ruhiger mag, kann mit der Fähre nach Hiddensee fahren. Auf der kleinen Nachbarinsel von Rügen ist der Autoverkehr verboten. Auch im Winter wird es an der Ostsee nicht so voll. Ich liebe Winterspaziergänge entlang der Küste. Schön warm anziehen, die frische Luft genießen und abends in die Sauna oder vor den Kamin.

 

5. Lofoten

Auf meinem 5. Platz ist eine Inselgruppe, die für Einige noch unbekannt sein könnte. Hast Du schonmal von den Lofoten gehört? Wenn nein, dann wird es jetzt definitiv Zeit für meinen Geheimtipp. 🙂

Hoch oben im Norden Europas – nördlicher als Island – befinden sich die Lofoten. Die Inselgruppe vor der Küste von Norwegen besteht aus mehreren kleinen und großen Inseln. Manche sind nur mit dem Boot erreichbar, andere sind durch Tunnel und Brücken miteinander verbunden. Die Lofoten liegen nördlich des nördlichen Polarkreises im nördlichen Polarmeer. Obwohl sie so weit im Norden sind, ist es dort nicht so kalt, wie man denken würde. Das liegt an dem warmen Golfstrom, der dort entlang fließt. In der besten Reisezeit im Juli und August wird es tagsüber im Durchschnitt 15° C warm, nachts 9° C. Die Wassertemperatur beträgt im Durchschnitt 13° C.

Die Lofoten: mein Geheimtipp der Inseln in Europa

Berge, die aus dem klaren, türkisblauen Meer in den Himmel ragen, zackige Felsen, Fjorde, weiße Sandstrände und idyllische Fischerdörfer. So lassen sich die Lofoten am besten beschreiben. Wegen der nördlichen Lage gibt es in den Sommermonaten das Phänomen der Mitternachtssonne. Das bedeutet: 24 Stunden Tageslicht! In den langen arktischen Nächten von September bis März hingegen, können die bunten Nordlichter am Himmel über den Lofoten bestaunt werden. Allein für dieses Spektakel würde ich nochmal auf die Lofoten fahren, denn ich kenne die Inseln bislang nur im Sommer.

Die bunten Nordlichter am Himmel über den Lofoten

Wer Ruhe sucht, ist auf den Lofoten goldrichtig. Die Inseln sind ein Paradies für Wander-Fans, die mit einsamen Wanderwegen und fantastischen Ausblicken belohnt werden. Die Begebenheiten der Lofoten eignen sich auch sehr gut zum Klettern, Reiten, Rad- und Kayakfahren.

 

Warst Du schon auf einer dieser Inselgruppen / Inseln in Europa? Welche sind deine europäischen Lieblingsinseln? Ich freue mich über deinen Kommentar.

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Hola, ich bin Julita. Viel Spaß beim Stöbern auf meinem Blog 🙂

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2 Antworten

  1. Ahoi Julita, als ausgemachter Inselfan, der zugleich auch gerade Vulkane liebt, habe ich Deinen Artikel über diese 5 Inseln geradezu verschlungen. Zwar wäre meine Wahl sicher etwas anders ausgefallen, was aber auch daran liegt, dass ich von Deinen 5 Favoriten nur Rügen und Santorin wirklich kenne. Dass Du Island auf den ersten Platz gewählt hast, kann ich aber bestens nachvollziehen. Es ist zweifellos eine Superinsel. Und ich muss sie dingend einmal als Urlaubsziel in Erwägung ziehen. Herzlichen Dank für diese 5 kleinen und feinen Reisevorschläge! Jens

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