Im Gegensatz zu den Inka und den Azteken gibt es das Volk der Maya in Teilen Mexikos und Guatemalas noch immer

Was ist der Unterschied zwischen den Maya, Inka und Azteken?

Im Zusammenhang mit Lateinamerika ist immer wieder die Rede von den Maya, Inka und Azteken. Doch wer waren diese Völker, wann und wo lebten sie und was sind ihre Vermächtnisse? Und was ist der Unterschied zwischen den Maya, Inka und Azteken?

Bei den Maya, Inka und Azteken handelt es sich um indigene Hochkulturen in Lateinamerika. Die Königreiche der 3 Völker erstreckten sich vom heutigen Mexiko bis in den Süden Südamerikas. Sie herrschten, bevor die spanischen Kolonialisten die Region eroberten.

Hochkultur bedeutet, dass die Völker hochentwickelte Züge hatten. Ihr Wissen in Astronomie, Architektur und Mathematik war für ihre Epoche enorm. Sie gründeten Städte, die heute Metropolen sind. Ihre perfekten Ruinen und prächtigen Bauwerke sind noch immer wahnsinnig beeindruckend. Und man fragt sich zurecht, wie sie diese damals mit den zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln errichten konnten.

Die Maya

Die älteste der 3 Kulturen sind die Maya. Ihre Ära begann ca. 1.000 v. Chr. Sie lebten auf dem Gebiet der heutigen Länder Mexiko, Belize, Guatemala, Honduras und El Salvador.

Die Maya haben große Tempelpyramiden, prächtige Kunstwerke und sogar ganze Städte wie Palenque (Mexiko) und Tikal (Guatemala) entstehen lassen. Ihr Handelszentrum war El Mirador im heutigen Guatemala.

Die Maya erschufen das einzigartige Tikal
Die Ruinenstadt Tikal in Guatemala

Die extrem religiösen Maya verehrten besonders die Naturgötter. Dazu wurden regelmäßig Menschen geopfert in der Hoffnung auf Fruchtbarkeit und eine ertragreiche Ernte.

Im Gegensatz zu den Inka und den Azteken gibt es das Volk der Maya in Teilen Mexikos und Guatemalas noch immer. Die Maya haben 30 verschiedene Sprachen, die heute tatsächlich immer noch gesprochen werden. Sie entwickelten auch ein komplexes Kalender- und Schriftsystem. Vom Maya-Kalender hast Du bestimmt schon einmal gehört.

Die Inka

Der Beginn der Ära der Inka wird um das Jahr 1200 datiert. Ihr Reich erstreckte sich vom heutigen Kolumbien bis in den Norden Chiles und Argentiniens.

In nur rund 300 Jahren schuf das relativ kleine Volk der Inka das größte Reich, das es jemals in Südamerika gab. Zeitweise herrschten die Inka über 250 Völker und 9 Millionen Menschen. Es existierten über 700 Sprachen, jedoch keine Schriftsprache. Auch zur Kultur der Inka gehörten Menschenopfer – meist waren es Kinder.

Die Inka erschufen das einzigartige Machu Picchu
Die Inkastadt Machu Picchu in Peru

Die Hauptstadt des Inka-Reichs war Cusco, in dessen Nähe sie Machu Picchu errichteten. Tausende Inka machten dieses historische Vermächtnis möglich. Sie leisteten eine enorme Arbeit, die Steine zusammenzutragen, die ihnen der Berg Huayna Picchu lieferte. Der Bau von Machu Picchu wurde vom damaligen Inka-König Pachacutecin in Auftrag gegeben und war vor allem der Anbetung des Sonnengottes gewidmet.

Mit der Ankunft der Spanier:innen und ihren eingeschleppten Krankheiten fiel das Inka-Reich.

Die Azteken

Die Azteken, auch bekannt als Mexica, regierten im 15. und 16. Jahrhundert große Teile Mexikos. Sie errichteten unter anderem den riesigen Pyramidentempel („Templo Mayor“) mitten in einem See. Daraus entstand ihre Hauptstadt Tenochtitlán – die heutige Metropole Mexiko-Stadt

Auch die Azteken opferten Menschen: gewöhnlich auf dem Pyramidentempel und mehr als nur einen Menschen gleichzeitig. Zehntausende sollen so pro Jahr umgekommen sein. Die meisten Opfer waren Kriegsgefangene und Sklaven aus eroberten Regionen.

Im Jahr 1519 trafen die Spanier:innen auf dem heutigen Gebiet Zentralmexikos auf die dort herrschenden Azteken. Nur 2 Jahre später fiel Tenochtitlán und die Azteken war damit endgültig besiegt. 

Der Hauptplatz in Mexiko-City, wo die Azteken einst ihren riesigen Pyramidentempel errichteten
Die Azteken legten den Grundstein für die heutige Metropole Mexiko-Stadt

Heute sind die aztekische Kultur und ihre Bräuche so gut wie ausgestorben. Nur die Sprache Nahuatl wird noch von über einer Million Mexikaner:innen gesprochen. Von der einstigen Pracht des Templo Mayor ist nicht mehr viel zu sehen, nur die Grundmauern lassen seine einstige Größe erahnen. Die Überbleibsel können am Zócalo, dem zentralen Platz in Mexiko-Stadt, besichtigt werden.

Zusammenfassung

Die Maya, Inka und Azteken hatten also viel gemeinsam: extreme Begabungen, eigene Sprache(n), sie waren sehr religiös und brachten Menschenopfer etc.

Sie regierten aber zu ganz unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten. Nur das Volk der Maya gibt es in Teilen Mexikos und Guatemalas noch immer. Das Reich der Inka und der Azteken fiel mit der Machtübernahme der spanischen Kolonialisten.

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